Na, habt ihr mich schon vermisst? Klar, bestimmt. Es ist jetzt schon 2 oder 3 Wochen her als der letzte Blogpost meinerseits erschien und ich weiß, dass viele von Euch ständig gespannt den Browser aktualisieren, wieder und wieder. Tada, hier bin ich wieder. Heute mit einer neuen Rubrik. Es geht um negative Gefühle. Ja vielleicht ein bisschen pessimistisch, aber eh der leichte und euphorische Frühling wieder in unsere Leben einzieht, möchten wir jetzt nochmal negativ sein, oder uns wenigsten aufregen.

Vor 2 Wochen war ich zu Besuch in Berlin, das war wunderbar. Wiedermal viele verrückte Menschen gesehen und sehr gut gegessen, allein dafür lohnte es sich. Highlight des kleinen Städtetrips war aber der Besuch eines Konzertes. Ihr ahnt es schon, es gab ein paar Aufreger. Ich muss dazu sagen, dass es jetzt nicht an der Band selbst lag, auch schon bei anderen Konzerten vielen mir diese „DINGE“ auf. Diesmal möchte ich sie niederschreiben. Dazu ist ja schließlich dieser Blog da.

Die Band des Abends, ist eine, die wahrscheinlich die wenigsten unter Euch kennen. Hier in Deutschland ein wahrer Geheimtipp, aber dennoch aufstrebend. Kensington erwiesen Berlin die Ehre. Die 4 Niederländer bespielten das wunderbaren „Lido“. – Wow was für ein toller Ort, wirklich, ist definitiv einen Besuch wert. Nun aber zu den Dingen die mich wirklich sehr, sehr, sehr an Konzerten stören.

UNRUHIGES PUBLIKUM

Nichts lässt einen guten Konzertabend besser beginnen als eine gute Vorband. Schon oft konnten sich diese in mein Herz spielen. Problematisch wird es nur wenn diese Vorband kaum zu verstehen ist. Das könnte einerseits an der schlechten Abmischung seitens des Tontechnikers liegen (auch das störte mich schon oft massiv und ist immer wieder einen Aufreger wert), oder aber an einem extrem unruhigen, lauten Publikum. Das stellt vor allem ein Problem dar, wenn die besagte Vorband, nur aus einer Person besteht, welche lediglich akustisch spielt – ziemlich leise also. Wie respektlos ist das dem Künstler gegenüber? Eigentlich nur eine rhetorische Frage, ich möchte sie aber trotzdem beantworten. Es ist verdammt respektlos. Kaum einer dieser Menschen im Publikum, wäre in der Lage sich auf die Bühne zustellen, geschweige denn auf einer Bühne zu singen. Aus unerfindlichen Gründen, muss aber ein Großteil dieser Menschen darüber reden, was sie denn alles schönes gegessen haben oder bei welchem Badesalz sie so richtig tief entspannen können. Eigentlich ja super interessant, aber eben nur für 12 Jährige Mädchen, mit einem Faible für Beauty-Videos.

„DAS MACHT DANN BITTE 35 EURO“

Nichts ist besser, als ein kühles Bier (wahlweise auch ein anderes Getränk) bei guter Musik, unter guten Leuten. Blöd nur wenns oft bei einem bleibt. Das liegt zum einen an (hoffentlich) gut mit Leuten gefüllten Konzerthäusern. Man kommt einfach nicht mehr zur Bar, besonders, wenn man eine der vorderen Reihen bevorzugt und diese auch behalten will. Zum Anderen liegt das an einem Fakt, der mich schon immer an Konzerten nervt. Es ist vor allem bei größeren Bands der Fall. Man holt sich und seinen Leuten ein paar Getränke, „das macht dann 35 Euro“ „Stimmt so“…“Nee, da fehlen noch 25“. Okay vielleicht ein bisschen überspitzt, aber die Intention ist klar. Getränke auf Konzerten/ Festivals sind einfach oft unglaublich überteuert und das ist sehr schade.

DAS WERDE ICH MIR NOCH SO OFT ANSEHEN

Ok, jetzt kommt eine Sache, die vielleicht viele von Euch machen, manchmal erwisch ich mich ja selbst dabei. Wer kennt es nicht, die Lieblingsband spielt und oftmals ist eine der ersten Reaktionen: Handy raus, Kamera an und Fotos schießen, am besten gleich noch Videos für die Freunde und Verwandten machen – Schaut sich schließlich jeder gern mal an. Man will eben auch in den sozialen Netzwerken zeigen, wo man gerade ist und wie unglaublich das doch alles ist.

Ein paar Fotos schießen, da geh ich ja noch mit. Manchmal kann es ganz schön sein, das Erlebte festzuhalten. Aber mal ehrlich, wie oft habt ihr euch die Videos von Konzerten angesehen? Einmal? Wenn überhaupt. Ich beobachtete bereits Menschen, welche ein komplettes Konzert nur über ihren Bildschirm sahen, weil diese verwackelten Handyvideos doch so schön sind. Das macht mich manchmal ziemlich traurig. Man weiß wie oft man noch die Chance hat, diese eine Band nochmal live zu sehen. Aber man muss sich nur mal während eines Konzerts umsehen, jeder 2. spielt dann eben den/ die oscarreife(n) Kameramann/frau. Es gibt unzählige professionelle Livevideos im Internet, die sollten doch eigentlich reichen oder?

Ein großer deutscher Schlagzeuger, der mit seiner Band auf einem Konzert spielte, auf welchem ich selbst war, sagte mal zu einem ambitionierten Konzertfilmer: „Die besten Konzerte habe ich in meinem Herzen und nicht im Smartphone.“

Wie recht er doch hat. Vielleicht denkt der ein oder die Andere beim nächsten Konzert daran und lässt das Handy vielleicht öfter in der Tasche. Ich fände es cool – und wenn das nichts ist hmm?

Was nervt euch besonders an Konzerten, vielleicht habe ich da ja etwas ganz entscheidendes vergessen. Freue mich wie immer über Briefe von Euch, ich lese alle, ehrlich!

Zum Abschluss jetzt noch ein tolles Musikstück der Band, die ich im Astra in Berlin sah: